Keep it simple: Gutbürgerliche Rezepte mit Tradition sind en vogue

Je mehr du ißt, desto weniger Geschmack; je weniger du ißt, desto mehr Geschmack.
Oder um es noch anders auszudrücken, weniger ist mehr! Und damit bin ich angekommen, bei meinem Bericht zum Thema „Hausmannskost“.
Aber werfen wir noch kurz einen Blick zurück. Im letzten Bericht habe ich zum Thema „Trendfood“ geschrieben. Jetzt fragen sich sicherlich die einen oder anderen was Trendfood mit Hausmannskost zu tun hat?
Keep it simple: nachdem einfache Gerichte mit Food Trucks die Straße erobert haben, kommen sie zurück in stationäre Restaurants. Gutbürgerliche Rezepte mit Tradition sind en vogue und werden sogar in Gourmetrestaurants akzeptiert. Der Fokus liegt dabei auf der Qualität der Zutaten und der Zubereitung. Bodenständige Gerichte geben uns Sicherheit und schaffen in der schnelllebigen Zeit Vertrauen.
Das regionale Angebot an heimischen Produkten ist reichhaltig, vielfältig und gut. So ist es nur natürlich, dass sich in Deutschland eine herzhafte und schmackhafte Küche entwickelte zum Beispiel: Forelle Müllerin Art, Frikadellen, Gaisburger Marsch, Handkäs mit Musik, Kirschenmischel, Königsberger Klopse, Leipziger Allerlei, Maultaschen, Rheinischer Sauerbraten oder Tafelspitz.
Wenn wir aus der Suche nach Trends sind, dann sollten wir auch die Hausmannskost bei unseren europäischen Nachbarn beobachten. Ich habe für diesen Blogbeitrag mich auf Spurensuche nach Italien begeben. Und vorstellen möchte ich „Kartoffel-Gnocchi nach Hausfrauenart“. Dieses klassische italienische Gericht wird traditionell mit Pesto und Parmesan serviert, aber ich mag die Gnocchi auch gern in einer einfachen Tomatensauce. Entgegen allgemeiner Befürchtung sind Gnocchi gar nicht schwer selbst zuzubereiten – auch kinder können dabei mitmachen!
Zutaten:
1kg gleichmäßig große mehlige Kartoffeln, gründlich geputzt // 175g Butter, plus zusätzlich, zum Einfetten // 1 Ei, leicht verquirlt // ca. 200g Mehl // einige frische salbeiblätter // salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Die Kartoffeln in einem Topf mit Dämpfeinsatz geben und mit Salz bestreuen, dann ca. 20 Minuten dämpfen, bis sie weich sind. Etwas abkühlen lassen, dann die Kartoffeln pellen.
Die noch warmen Kartoffeln durch ein Sieb streichen oder in der Küchenmaschiene pürieren. ½ TL salz, 50g Butter, das ei und 150g mehl zugeben und alles gut verrühren.
Die Mischung auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und vorsichtig mit immer mehr mehl verkneten, bis ein weicher, glatter und noch leicht klebriger Teig entsteht.
Den Teig mit bemehlten Händen zu langen, ca.2,5 cm dicken Würsten rollen. Diese in 1cm breite Stücke schneiden und jedes einzelne Stück über die Zinken einer Gabel rollen, um die typische Rillenzeichnung zu erziehlen. Die Gnocchi auf ein leicht bemehlten Küchenhandtuch verteilen.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und dann auf mittlere Stufe herunterschalten. Die Gnocchi portionsweise einstreuen und 3-4 minuten köcheln lassen, bis sie gegart an der Oberfläche schwimmen.
Die Gnocchi mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in eine gebutterte Servierschüssel umfüllen. Mit Alufolie abdecken und warm stellen, während die restlichen Gnocchi garen.
Wenn alle Gnocchi fertig gegart sind, die restliche Butter in einer Pfanne erhitzen und die Salbeiblätter 30 sekunden bis 1 Minute darin schwenken. Dann die Salbeiblätter wieder herausnehmen und beiseite stellen. Die Gnocchi mit Sableibutter beträufeln und gut verrühren. Mit salz und schwarzem Pfeffer bestreuen und mit den Salbeiblättern garniert servieren.
Meine Top 5 der besten italienischen Restaurants in Stuttgart
1. Da Salvo
2. Kupferkessel bei Gino und Rita
3. Da Maurizio
4. Villa Rustica
5. Nannina
Habt ihr auch einen „Lieblingsitaliener“ in Stuttgart, der vielleicht sogar Gnocchis mit Sableibutter auf der Speisekarte stehen hat? Schreibt es mir einfach unten in die Kommentare. Ich bin ganz gespannt wo Ihr italienisch essen geht!
Bildquelle: Elas Kostbar

Kommentare

Beliebte Posts