Ein holländisches Original - Joppiesause für Euch ausprobiert

Das ist das Angenehme auf Reisen, dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt. - Johann Wolfgang von Goethe
Hallo Ihr lieben, es war nun lange etwas ruhig um mich. Ich habe zwei wichtige Projekte im Hintergrund laufen, und da kam das bloggen leider etwas zu kurz.
Bei meinem Hollandtrip ist mir aufgefallen, das dort leidenschaftlich gerne Pommes frites gegessen und auch gerne in Restaurants als Beilagen gereicht werden. Toll fand ich, das die Pommes alle frisch und hausgemacht waren.
Auf meiner Facebookseite kam dann auch durch die Post während meines Hollandaufenthalts die Frage auf, ob ich ein Rezept für „Joppiesauce“ recherchieren und hier veröffentlichen kann.
Gesagt getan, es war wirklich nicht einfach, da ich selber die Joppiesauce und ihren Geschmack nicht kannte. Habe die Herausforderung aber gerne angenommen, und bevor ich Euch mein Rezept vorstellen möchte hier noch meine drei Top Empfehlungen, wenn Ihr mal nach Holland fahren möchtet:
1. Filter Amsterdam – hier gibt es ein wirklich leckeres Frühstück und die hausgemachten Cookies sind ein Traum
2. Das Wonders in Bergen - ein gemütlicher Treffpunkt auf dem belebten Platz Künstlerdorf Bergen. Die Location ist einmalig und die Speisekarte modern interpretiert.
3. De Koffiemolen in Alkmar – erinnerte mich beim betreten dieses Cafés an die Location Holzapfel in Stuttgart. Geführt von zwei jungen Frauen die ihr Handwerk als Baristas perfekt beherrschen. Sogar die deutsche fritz kola hat es auf die Getränkekarte geschafft.
Homemade Pommes
Zutaten
2l Erdnussöl // 1kg vorwiegend fest kochende Kartoffeln // 6 Knoblauchzehen // 2 Zweige Rosmarin // 6 Zweige Thymian // 2EL Meersalz / Pffeffer aus der Mühle
Zubereitung
In einer großen, tiefen Bratpfanne oder einem Topf das Öl auf 185°C erhitzen. (Die Pfanne muss einen Rand von mindestens 5cm Höhe haben.) Die Kartoffeln waschen und schälen. In gleichmäßige, etwa 1cm dicke Stifte schneiden und in einer Schüssel trockentupfen. Die kartoffeln auf einmal in das Frittierfett geben. Unter ständigem Rühren mit einem Holzlöffel oder einer Küchengabel ca. 12-14 minuten garen. Nach 4 Minuten die leicht zerdrückten Knoblauchzehen dazugeben. Nach weiteren 3 Minuten die Kräuter in das Öl geben. Rühren! 2 Minuten vor Ende der Garzeit das Meersalz in das Öl geben. Rühren nicht vergessen! Kurz vor ende der Garzeit mit einigen Umdrehungen Pfeffer würzen. Die Kartoffeln mit einer Schaumkelle mitsamt dem Knoblauch und der Kräuter aus dem Öl heben und in eine mit Küchenpapier ausgelegte Schüssel geben. Kurz schwenken, abtropfen lassen und servieren. Wer mag, gibt noch etwas Salz dazu.
Eine kleine Geschichte zur Kartoffel
Ohne diese nahrhafte Feldfrucht wäre Mitteleuropa wahrscheinlich längst verhungert. Vor allem in Norddeutschland und in den NIEDERLANDEN ;-) ist kaum eine Hauptmahlzeit ohne die vielseitige Knolle vorstellbar, auch wenn bei uns die Vielfalt der unterschiedlichen sorten sehr zurückgegangen ist. Speisekartoffeln, in teilen Süddeutschlands sowie in Österreich auch erdäpfel genannt, werden nach ihren Kocheigenschafften unterschieden: Als fesrt kochend gelten die Sorten Linda, Sieglinde, Nicola und Hansa. Weil sie nach dem Kochen ihre Festigkeit und kernigen Biss bewahren, verwendet man sie für Pell-, Salz- und Bratkartoffeln sowie für Kartoffelsalate. Vorwiegend fest kochende wie Bintje, Desirée und Christa eignen sich ebenfalls für pell- und Salzkartoffeln sowie für Pommes frites, Rösti, Kartoffelpuffer, Gratins und Aufläufe. Zu den mehlig kochenden Sorten gehören adretta, Likaria, Aula und irmgard. Durch ihren hohen Stärkeanteil bieten sie sich an für Püree, Knödel (Klöße), gnocchi, schupfnudeln, Suppen und Eintöpfe. Neue oder junge Kartoffeln werden in Mitteleuropa ab mai bis mitte august geerntet und können, wenn man sie gut bürstet, mit Schale gegessen werden. Kartoffeln passen zu jedem Fleisch- oder Fischgericht, geben aber auch mit Gemüse oder einfach nur als Pellkartoffeln mit Quark oder Ofenkartoffeln wunderbare Hauptgerichte ab. Traditionelle Kartoffelsorten wie Bamberger Hörnchen sowie rot- oder blaufleischige sorten wie rote emma oder Blaue elise werden wieder häufiger nachgefragt und sind eine beliebte Überraschung für Gäste. Da sie beim Kochen viel farbe verlieren, gart man sie nur in leicht siedendem wasser und am besten in der Schale. Da die Kartoffel zur Familie der nachtschattengewächse gehört, sollte sie nicht roh verzehrt und vor dem Kochen von grünen Stellen befreit werden. Auch wenn man Kartoffeln pürieren oder zu Knödel verarbeiten möchte, sollte man sie nicht zu lange kochen. Sie platzen sonst auf und verlieren Stärke, Nährstoffe und Geschmack ans Wasser. Eine sämige Sauce ohne Butter und Mehl erhält man übrigens auf Basis von kartoffeln, die man püriert und mit Brühe bis zur gewünschten Konsistenz verdünnt. Dann die gewünschte Geschmacksrichtung zugeben, etwa Senf, Kräuter oder Curry.
Und nun, wo ihr so fleißig bis hierhin gelesen habt, kommt das Rezept für die Joppiesauce
Zutaten
1 Zwiebel // 1 Gewürzgurke, (in Stücken) // 2 Eigelb // 1 TL Senf // 1 EL Essig, (z. B. Balsamico Bianco) // 1 TL Curry // 1 EL Curryketchup // 2-3 TL Zucker // 2-3 Spritzer Maggi flg. // 150 g Öl
Die Zubereitung ist schnell erklärt und auch simpel! Alle zutaten in einen Standmixer geben und mixen, dann erst das Öl dazugeben und nochmals mixen bis eine cremige Sauce entstenaden ist.
Zum Abschluss meines heutigen Beitrags würde ich mich über Kommentare von euch freuen, wenn Ihr die Joppiesauce ausprobiert habt, und ob sie an den Geschmack des holländischen Originals nahe kommt. Gerne dürft Ihr mir aber auch Ideen schreiben, worüber ich hier auf Tonistrendlupe einmal schreiben soll.
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Bildquelle: Elas Kostbar

Kommentare

  1. Wir haben die Rezepte heute ausprobiert, hier unser Bericht: Unsere Pommes waren etwas Grobmotoriker-Style und die Küche sieht nun aus wie Sau, aber abgesehen davon: Scheiße, das waren die besten Pommes ever!

    Wir haben noch ein paar Modifikationen vorgenommen: Die Pommes funktionieren auch hervorragend mit festkochenden Kartoffeln, da der legendäre Ludwigsburger Kartoffelopa gerade keine vorwiegend festkochende Sorte da hatte. Außerdem haben wir für die Joppiesauce Brühepulver anstelle Maggi verwendet und das Ganze noch mit einem Schuss Mango-Balsamico verfeinert. Statt Curryketchup haben wir normalen Ketchup genommen und dafür noch etwas mehr Currypulver.

    Allerdings haben wir bei der Auswahl des Topfes auch einen taktischen Fehler begangen. Um Öl zu sparen wurde die Edelstahl Steak-Pfanne verwendet. Nur kocht hier das Öl über, sobald man die Kartoffeln beigibt. Aber ok, nächstes Mal nehmen wir dann halt den Bräter ��

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